E2: SpVgg Fechenheim - Oberrad 05 E2 5:4 (2:1)

Am letzten spielfreien Wochenende wollte man den Schwung aus dem letzten Punktspiel (11:1 gegen Olympia) mitnehmen und schlug dien 2005er Jahrgang des PSV Blau-Gelb auf deren Platz mit 5:1. Gegen Fechenheim wurde es allerdings ungleich schwerer. Nach einem schwachen Spiel müsste man sich dem Heimteam aus dem Osten Frankfurts mit 4:5 geschlagen geben.

 

Doch leider spielten nicht die Fußballer die Hauptrolle, sondern der 13. anwesende Mensch auf dem Spielfeld, der eigentlich das Spiel leiten sollte. Der obligatorische Schiedsrichter vom Verband erschien nicht, so dass ein Übungsleiter der Gastgeber zur Pfeife griff. Und man hatte das Gefühl, dass das Wort "Unparteiischer" nicht ganz bis nach Fechenheim durchgedrungen ist. Doch dazu später.

Zu Beginn hatten unsere sechs, die wieder bis auf die verletzten Janis und Laurin in Bestbesetzung antraten, das Spiel in der Hand, ohne aber besonders gefährlich vor das Tor zu kommen. Dafür war der Angriff in der 6. Minute besonders schön anzusehen und vor allem auch erfolgreich. Baran spielte von rechtsaußen quer zu Loris an die Kante des Strafraums, der zu Lars zurücklegte, dessen scharfe Hereingabe findet Alessio an der linken Seite des Strafraums, der gekonnt mit einem unhaltbaren Flachschuss abschloss.


Auch nach der Führung kontrollierte Oberrad das Spiel, doch mehr als ein guter Schuss von Lars, der über das Tor strich, kam nicht heraus. Ab der 11. Minute steigerte sich Fechenheim. Mit einigen gelungenen Einzelleistungen näherten sie sich nun gefälliger vor das von Liam gehütete Tor. Doch die 05er blieben gefährlich und bei einem schnellen Gegenzug zielte Lars erneut zu hoch. In der 17. Minute kamen die Gastgeber erneut gefährlich in den Strafraum und nach einer fairen Grätsche ertönte ein Pfiff. Es gab für alle überraschend Strafstoß. Dieses Geschenk ließen sich die Fechenheimer nicht nehmen und glichen aus. Und Oberrad verlor die Sicherheit, wie schon so oft in dieser Saison. Knapp fünf Minuten später reichte ein feines Dribbling eines Blauen, dass er sehenswert zum 1:2 abschloss.

 

Jetzt wäre eine Reaktion unseres Teams erforderlich gewesen, doch kurioserweise pfiff der Schiri kurz drauf zur Halbzeit ab. Auf den Uhren der Oberräder waren allerdings erst 22 und eine halbe Minute gespielt. Vielleicht ticken die Uhren in Fechenheim etwas schneller, denn der (ja, wie soll ich ihn denn jetzt nennen...) Spielleiter lies sich nicht beirren.

 

Nach der Pause war leider die Ordnung in der Oberräder Mannschaft noch nicht wieder hergestellt, so dass man nach einer turbulenten Szene mit einigen Querschlägern im Strafraum Glück hatte, dass es nicht zum dritten Male einschlug. Stattdessen glich Oberrad aus. In der 31. Minute führte ein schnell ausgeführter Abstoß zu Alessio und dessen präziser Pass in die Spitzen zu Tony zu einer ausgezeichneten Chance, die sich der an diesem Tag sehr agile Italiener mit einem fulminanten Schuss unter die Latte nicht nehmen lies. Damit stand es 2:2.

 

Jetzt machte sich allerdings bemerkbar, dass Abwehrrecke Bendix nach einem nicht geahndeten Foul außerhalb des Spielfeldes behandelt wurde. Die Umstellung in der Abwehr führte zu weiteren Chancen der Gastgeber. In der 35. Minute gab es erneut Elfmeter für Fechenheim, an dem es aber diesmal nichts zu rütteln gab. Auch diesmal nutzten sie das Duell Schütze gegen Torwart und gingen erneut in Führung. Nur zwei Minuten später schraubte die Heimmannschaft das Ergebnis auf 4:2, bei dem Liam einen Schuss aus spitzen Winkel, nachdem er hervorragend parierte, unglücklich ins eigene Netz lenkte.


Doch unser Team gab nicht auf. Es folgte eine Serie von Eckbällen, die aber leider keine Abnehmer fanden. Auch die Tormöglichkeiten von Baran und Tony blieben ohne Erfolg. Und wenn man seine Möglichkeiten nicht nutzt, bestraft es der Gegner. Erst konnte Bendix noch auf der Linie für den bereits geschlagenen Liam retten, doch der Nachschuss vom Strafraum saß. Nun hieß es fünf Minuten vor dem Ende 2:5.

Irgendwie hatte man das Gefühl, dass der Spielleiter jetzt etwas Mitleid hatte (oder einfach auch nur ein schlechtes Gewissen), so dass er in der 47. Minute ebenfalls nach einem fairen Tackling im Strafraum Elfmeter für uns pfiff. Tony traf sicher zum Anschluss. Jetzt wurde es nochmal turbulent, denn man hatte die Hoffnung, dass der Spielleiter die fehlenden drei Minuten aus der ersten Hälfte noch hinten dran hängt. Die nächste Chance folgte, doch Tony verpasste in der Mitte knapp den Ball, nachdem Bendix einen Flügellauf über die komplette rechte Seite mit einer etwas zu scharfen Hereingabe abschloss.


Es folgte nun die Nachspielzeit. Ein eindeutiges Foul im Strafraum an Tony wurde geahndet, allerdings für den bestens postierten Spielleiter (zirka 30 Meter vom Geschehen entfernt, wie eigentlich während des gesamten Spiels, denn er hatte einen Radius wie dem eines Bierdeckels gleich) außerhalb des Neunmeterraumes. Doch Lars war es vollkommen egal. Er zimmerte den fälligen Freistoß herrlich in den Winkel und verkürzte auf 4:5. Und das Spiel lief weiter. Wieder rannten unsere Jungs an. Und wenn der Spielleiter seiner Linie treu geblieben wäre, hätte er eigentlich nach einem Tackling an Loris erneut auf den Punkt zeigen müssen, doch das hätte ja bedeutet, das Fechenheim sehr wahrscheinlich nicht gewonnen hätte. Und so pfiff er lieber das Spiel ab, und es blieb beim knappen Ergebnis.

 

Trotz aller Hektik und der von allen erkannten Parteilichkeit des Spielleiters blieb es am Seitenrand erstaunlich ruhig und fair. Die Spieler zeigten sich hart in den Zweikämpfen aber sehr sportsmännisch im Umgang miteinander und ließen sich nicht von der Hektik von außen anstecken. Fechenheim war ein guter Gegner mit technisch begabten Einzelspielern, doch der Großteil unserer Jungs kamen nicht ansatzweise an ihre Normalform. Ungenaue Abspiele, schwaches Zweikampfverhalten und unplatzierte Schüsse führen gegen einen solchen Gegner nicht zu einem Sieg. Was aber diesmal stimmte, war die Moral. Denn nach einem 2:5 und das Gefühl, gegen einen Mann mehr spielen zu müssen, so zurückzukommen, hätte einen Punkt verdient gehabt.

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