Frauen - SG Egelsbach – Spvgg Oberrad 3:3 (1:2)

Das Frauenteam der Spvgg Oberrad fuhr gut vorbereitet zum Tabellendritten nach Egelsbach. Das Team wollte die verdiente Niederlage aus dem Hinspiel mit einer taktisch feinen Leistung wieder wettmachen. In der ersten Phase entwickelte sich ein offenes Spiel: Oberrad beschäftigte die Heimelf eher durch die Mitte; Egelsbach spielte rechtslastig und hatte dabei die besten Szenen.


Das Spiel war lange Zeit eine Werbung für den Frauenfußball: ein intensives und faires Spiel. Genau diese Merkmale werten den Frauenfußball auf. Mitte der ersten Hälfte begannen aber immer mehr Heimzuschauer*innen den Schiri aufzufordern den „Grünen“ die bunten Karten zu verteilen. Oberrad konzentrierte sich aufs Fußballspielen und Vittoria netzte – nach einem tollen Schuss von Melanie und einer guten Parade der Heimkeeperin – zur 1:0 Führung. In der Folgezeit fiel Egelsbach mit mehreren Fernschüssen auf, welche jedoch nicht im Kasten landeten. Unsere toporganisierte Viererkette kommunizierte einmalig nicht optimal mit unserer Keeperin und ihre wirklich faire Spielerin Katharina Jacobs nahm das Geschenk zum 1:1 an. Die Spvvg spielte nun handlungsschneller und variabler über Außen und erzielte folgerichtig den 2:1 Führungstreffer durch Vittoria.

 

In der Halbzeitpause belagerten mehrere Fans und Betreuer der SG Egelsbach den Schiedsrichter, um ihn für ihre Zwecke zu beeinflussen. So wurden Konflikte sehr einseitig formuliert und ein Negativbild über Oberrad verhängt. Der Trainerstab von Oberrad wechselte sofort in der 46. Minute die von den heimischen Fans ausgemachte Übeltäterin aus, um deeskalierend zu wirken.

 

Im weiteren Verlauf blieb das Spiel sehr offen, wobei Egelsbach lediglich mit Fernschüssen agierte und wir mit Kurzpassspiel bis in den Strafraum vorrückten. Als einige „Fans“ der Egelsbacher dann die gelbe Karte für unsere Aileen forderten („Wieder die Nummer 9“), erhielt sie diese auch. Problematisch ist dabei nur, dass der Unparteiische die falsche Spielerin bestrafte (er drehte sich um und die nächste Spielerin war dran: Aileen). Denn in dieser Szene, nach einem klaren Handspiel von Egelsbach, fragte Farah: „ Schiri, spielen wir hier Volleyball, warum pfeifen Sie nicht?“. Um weiterhin deeskalierend zu handeln, wurde nun auch die unberechtigt bestrafte Aileen ausgewechselt. Somit mussten sich neue Spielerinnen ohne Warmmachen schnell integrieren. In der 87. Minute besorgte Nadine mit einem Hammerschuss aus 31 Metern die 3:1 Führung. In der 90. Minute zeigte der Schiedsrichter an, dass noch drei Minuten zu spielen sind. Kurz darauf gab es einen Elfer, ohne dass es zum Körperkontakt kam. In der 94 und 95 Minute riefen viele Oberräder lautstark rein: es ist Schluss, Nachspielzeit ist vorbei. Im Minutentakt wurden aber weitere auch unberechtigte Freistöße in Strafraumnähe gegen uns verhängt In der 97. Minute gab es dann noch als Krönung einen Fantasie-Freistoß, bei dem auch alle Egelsbacher Spielerinnen staunten. Das Geschenk wurde angenommen und nach 7:36 Minuten war die Nachspielzeit zu Ende.

 

Ein lebendiges, intensives und zumeist faires Match (es gab lediglich eine schon im Text beschriebene gelbe Karte) wurde leider irregulär beendet. Man hat ja auch gesehen, dass sich alle Parteien am Ende beruhigt haben. Die offene Frage ist nur: wenn es keine Verletzungen, Spielverzögerungen und besondere Vorkommnisse gibt, wieso spielt man dann statt angezeigte 3 Minuten, die schon nicht berechtigt waren, 7:36 Minuten nach? Es ist auch sozial erschreckend, wenn Offizielle dann sogar die unverhältnismäßige "Nach-Nachspielzeit" als gerechte Strafe definieren. Um den Bericht zu verstehen, kann auch das Videomaterial angeschaut werden.

 

 

 

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