Germania Enkheim III vs. Spvgg. 05 Oberrad III 1:8 (1:2)

Das letzte Pflichtspiel vor Ostern stand am 21.03. auf dem Programm. Man traf auswärts auf Germania Enkheim (F3)  welche man im Hinspiel in einer knappen Begegnung „nur“ 3:2 geschlagen hatte. Somit war man gespannt wie sich unser Team heute schlagen würde. In 2014 noch etwas personalgeschwächt in das Match gegangen, konnte man heute aber nahezu auf den kompletten Kader zurückgreifen.

Unsere F3 hatte sich zudem vorgenommen Ihrem Trainer, der nicht dabei sein konnte, einen Sieg zu schenken. Doch aller Anfang war schwer. Die Enkheimer stellten geschickt alle Räume zu und attackierten früh unsere ballführende Garde meistens gleich zu zweit-oder dritt. Anstatt mit gewohntem und sicheren Passspiel sich gar nicht erst auf dieses Spiel einzulassen lief man direkt in die undurchdringbare Masse. Der Drang zum Tor in allen Ehren, aber was unsere Eltern und der Interimstrainer (Betreuer M. Stoehr) dort in der ersten Viertelstunde sahen, war nicht der Fußball, den wir von diesem Team kennen. Fußball mit der Brechstange !? Viel zu hastig wurde versucht zum Ziel zu gelangen. Ein paar ebenso hastig versuchte Abschlüsse landeten im Nirgendwo. Es fehlte ein wenig die Konzentration für den Mitspieler, das gewohnte Teamwork ließ man vermissen.

Die Enkheimer konnten dadurch den ein- oder anderen Ball im Zweikampf erobern ohne danach vor unserem Tor wirklich gefährlich zu werden. Aber sie bekamen dadurch ein paar Standards geschenkt. Es kam wie es kommen musste. Eine Eckstoß führte die Gastgeber zur Führung, 1:0. Fast wie im Spiel gegen Olympia in der Vorwoche brauchte es diesen Rückstand. Es war wie ein Weckruf, ein Paukenschlag. In den letzten 5 Minuten der ersten Hälfte zog man die Partie dann mehr und mehr an sich. Oberrad erspielte sich jetzt die Räume und der Ausgleich lag in der Luft.

Das 1:1 fiel und man merkte den Kindern an, dass es Ihnen nicht reichte. Wenig Jubel. Sie merkten selbst, dass es bis dahin nicht gelaufen war. Doch das Selbstbewusstsein schien zurück und der Druck auf Germania stieg. Deren Abwehr stand gut. Aber unsere Auswahl wollte jetzt mehr. So wollte man nicht in die Pause gehen. Finn stürmte über rechts nach vorne, schöner Pass zu Bartol, ein Schuss,  und die Welt sah schon wieder anders aus. 1:2. Tormann Can zeigte auch seine Qualitäten und war darauf bedacht nicht mehr hinter sich greifen zu müssen.

Der Fairplay Modus für Teams der G- und F-Junioren hat sicherlich viele gute Neuigkeiten mit sich gebracht, ….bis auf eine, dass kein Schiedsrichter auf dem Platz steht. Das funktioniert einfach nicht !....und wird vermutlich auch nie funktionieren. Zumindest nicht bei einigen Spielen. Wir haben da durchaus sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Aber manchmal, und dass will nur am Rande notiert sein, kann man sich nicht dem Verdacht entziehen, dass diese Begebenheit regel(unge)recht ausgenutzt wird. Eine unparteiische Aufsicht würde viele unnötige Diskussionen eindämmen (Foul oder nicht Foul, Tor oder nicht Tor usw.) und gehört für mich zu der Grundlehre im Fußball untrennbar dazu. Die Kinder sollen sich auf den Fußball konzentrieren und sich nicht mit Entscheidungen rumschlagen, denen sie noch gar nicht gewachsen sind

Auch wenn es meistens gut funktioniert, gab es an diesem Samstagmorgen Zweifel anzumelden. Sei es drum. Oberrad F3 machte das einzig richtige. Sie spielten sich den Respekt heraus und gewannen Spielzug um Spielzug dazu, um sich das Ergebnis mit fußballerischen Mitteln zu holen. Da wurde auch mal ein klares Tor weggesteckt. Der Klügere gibt nach.

In der Halbzeitpause wurden die offensichtlichen Defizite klar in einer Kurzbesprechung analysiert und an das Team weitergegeben. Die Umsetzung war beeindruckend. Germania Enkheim konnte dem Druck jetzt nicht mehr standhalten. Das schnelle Passspiel und die guten Kombinationen knackten die Defensive. 1:3, 1:4. Ein gut sortierter Oberräder Auftritt trotzte den weiteren Diskussionen am Spielfeldrand. 1:5, Finn schiebt den Ball rein, nachdem der Enkheimer Torhüter nicht festhalten konnte. Tom setzte dann gleich nochmal nach und preschte das Leder aus zweiter Reihe in das Bergener Netz, 1:6. Jedes Tor wurde jetzt umjubelt, so auch das 1:7 von Bartol. Der Gegner war nun ruhiger geworden. Deren Niederlage war auch nicht mehr zu verhindern. 1:8, Fynn mit dem Schlusspunkt. 

Eine 2. Halbzeit in welcher unsere F3 klar dominierte folgte den unruhigen ersten 20 Minuten. Man hat sich nicht aus dem Konzept bringen lassen durch einige unnötige Irritationen. Die Mannschaft hat sich wieder als starkes Team gezeigt und so auch diesen Erfolg hoch verdient herausgespielt.

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