FC 1911 Enkheim D II SpvGG Oberrad D III, Sonntag

Schiedsrichter Jonas Singer

 

Nachdem man bereits am Vortag zu einem Freundschaftspiel an den Bieberer Berg gereist war und sich mit einem 2:2 gut präsentierte, schien der Trainer die richtigen Erkenntnisse aus diesem Spiel gezogen zu haben....

Ein Sieg und die damit einhergehende Rückeroberung der Tabellenspitze sollten das Wochenende aus Bülents Sicht abrunden J

Um 09:30h kam man mit dieser Mission und der folgenden Anfangsformation auf den Platz im Riedstadion:

 

Joos, Momo, Firas, Bilal, Matteo, Maxi, Alladdin, Paco, Seraj.

Auswechselspieler: Erion, (für Maxi) Rami (für Seraj), Mika, Emre (für Paco)

 

Die Nervosität vor diesem “Spitzenspiel“ war bei den Beteiligten, allen voran dem Trainer, deutlich zu spüren.

Von Beginn an ließ Enkheim durchblicken, dass dies kein leichtes Spiel werden würde und warum man der direkter Tabellennachbar war. Die Jungs in blau störten den Spielaufbau der Oberräder ein ums andere Mal und warfen sich unerschrocken in jeden Zweikampf. Alle Versuche der Jungs in schwarz/grün den Ball über die Flügel in den Strafraum zu bringen, scheiterten. Das als durchaus ruppig zu bezeichnende Abwehrverhalten der Gegner schien bei den Oberräder schnell Wirkung zu zeigen.

Hinzukommend erschwerte die verbale Einmischung/Beeinflussung des Trainer und/oder Betreuerteams der Enkheimer die Arbeit des jungen, noch unerfahrenen Schiedsrichters und ließ diesen nicht in jeder Situation unbeeinflusst.

So hielt sich die Nervosität bei unseren Jungs auf konstant hohem Niveau.

Man konnte sich des Gedankens nicht erwehren, dass nur eine Standardsituation die notwendige Entlastung bringen würde und endlich - nach einer knappen Viertelstunde war es soweit - Ecke Paco und im Gewühle vor dem Torwart konnte Seraj abstauben. Irgendwie gelang es ihm, die Kugel ins Tor zu befördern. 1:0 aus Oberräder Sicht !

Wer dachte, dass nun ein bisschen Ruhe einkehren würde, hatte sich getäuscht.

Die Enkheimer kannten nur eine Richtung, sie drückten erbarmungslos und unsere Abwehr konnte sich keine Pause gönnen.

Nur sechs Minuten nach dem 0:1 gelang den Enkheimern, man muss es zugeben, der nicht unverdiente Ausgleich. 1:1

Die Stimmung blieb weiter aufgeheizt und beide Mannschaften versuchten gnadenlos zu kontern. Das gelang beiden Teams bis auf einen zählbaren Torabschluss gut und doch hatten wir Glück, dass kurz vor Ende der ersten Halbzeit ein gut gespielter Angriff der Enkheimer am Torpfosten sein Ende fand.

Die Halbzeitpause wurde nicht zuletzt auch von den mitgereisten Eltern zum Durchatmen dringend benötigt. Das körperbetonte Spiel der Enkheimer mit vielen Nicklichkeiten und die sich zunehmend häufenden theatralischen Flugeinlagen, begleitet von großem Geheule, hatten nicht nur die Nerven der DIII aufgerieben.

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste endete, das Spiel wurde von beiden Mannschaften rasant geführt und eins wurde sofort klar:

Enkheim hatte nicht vor an diesem Tag als Verlierer vom Platz zu gehen !

Jeder einzelne Spieler war ununterbrochen gefordert, heute würde der den möglichen Sieg verspielen, der sich eine klitzekleine Unachtsamkeit mehr leisten und das Quentchen Glück weniger haben würde.

Durch großes schauspielerisches Talent gelang es Enkheim häufiger Standards zu- erkannt zu bekommen. Zu diesem Zeitpunkt musste man den Jungs der Oberräder DIII ein dickes Kompliment aussprechen: erstens, dass es allen gelang ruhig zu bleiben, die Provokationen abprallen zu lassen und zweitens, dass es obendrein gelang den vorgegebenen Matchplan des Trainers weiterzuverfolgen.

Mit dieser mannschaftlichen Geschlossenheit und dem notwendige Glück erarbeitete man sich um 10:45h, kurz vor Ende der Partie, nach einem Freistoss von Paco und anschließendem Tor durch Allaadin die erneute Führung.  2:1 !

Die gesamte Mannschaft, Trainer und Mitgereiste brachen in frenetischen Jubel aus.

Bei diesem Ergebnis blieb es, auch trotz einiger Aufreger zum Schluss.

 

Jungs das war eine ganz starke Leistung von der gesamten Mannschaft, unabhängig davon wer wie lange gespielt hat!

 

Zum Schluss bleibt festzuhalten, dass der junge Schiedsrichter teilweise Mühe hatte den Überblick zu bewahren. Er lag sicherlich das ein oder andere Mal mit seiner Entscheidung nicht ganz richtig. Jedoch hat er trotz der aufgeheizten Stimmung seine Sache gut gemacht.

 

B.C.

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